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Samstag, 16. September 2017

Dahoam is dahoam

Von: Heinrich Rehberg

Almabtrieb im Oberen Priental

"Wia ma los ganga san, war des no a grouße Kuah, eiganga is ma hoit"

Samma wieder do ...

... olle san wieder herunt vo da Alm

fesch samma

bring ma wos zum Eihoazn mit, a weng an Wied

Der Wildenwarter Ehrenvorstand trebt mit

Auf dem Anger im Bergsteigerdorf

Jetzt hamma uns awa a Brotzeit vodeant, gelt Opa

Schlechtes Wetter gibt’s für die Almerer im Oberen Priental nicht, schließlich war das Almvieh in den vergangenen Monaten jeden Tag im Freien und Wind und Wetter ausgesetzt; so machte ihnen auch der Weg von den Almen ins Bergsteigerdorf Sachrang beim strömenden Regen nichts aus und die Sennerinnen und Senner sind ohnehin wetterfest.

„Bin ich nicht eine besondere Schönheit“ Die Kalbinnen und Jungkühe, die von den Almen des Prientals ins Tal zurück kamen, genossen ihren großen Auftritt entlang der Sachranger Dorfstraße sichtlich und präsentierten sich von ihrer schönsten Seite: aufgebuscht und geschmückt mit frischem Grün, mit bunten Bändern, mit Latschenzweigen und Papierrosetten, zogen sie zusammen mit den Sennern unter dem Klang der Glocken um den Hals ins Dorf ein. Da machte es auch nichts, dass ein paar grüne Boschen durch den Regen verrutscht und die Papierrosetten aufgeweicht waren, „dahoam ist dahoam“. Die Straßenränder im Bergsteigerdorf waren dicht gesäumt mit Zuschauern, die sich trotz des Regenwetters die Rückkehr des Almviehs anschauen wollten. Fast war kein Durchkommen für das Vieh, weil die Menschen die Straße nicht freigaben und versuchten, alles auf ihre Smart-Phones zu bannen.

Sankt Michael am 29. September macht nach alter Sitte die Almen leer und die Ställe voll. Die Sachranger Bauern beendeten bereits am Samstag die Sommerfrische ihrer Rinder für dieses Jahr.

Die Kühe und Kalbinnen kamen von den Sommerweiden auf den umliegenden Almen herunter, anderthalb bis zwei Stunden brauchten sie bis auf den Dorfanger in Sachrang. Nach alter Tradition wurden die Kühe prächtig geschmückt, Senner, Sennerin und Hüter dankten damit für einen friedvollen, unfallfreien Sommer und für eine gute Ernte.

Der Almabtrieb war für die Sachranger eine willkommene Gelegenheit wieder einmal ein Fest auszurichten und miteinander die glückliche Rückkehr der Kalbinnen von den Almen zu feiern. Im Tal warteten, neben den Eigentümern der Tiere, viele Zuschauer, die das farbenprächtige Schauspiel sichtlich genossen. Das Team vom Dorfladen hatte extra für die Wartezeit ein Zelt aufgebaut und versorgte die Gäste auf dem Dorfplatz mit Brotzeit und allerlei Schmankerln.


 


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