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Freitag, 13. Oktober 2017

"Der Fähnrich ist der schönste Bursch im Verein"

Von: Heinrich Rehberg

Allerlei Wissenswertes zu den Fahnen der Trachtenvereine und wie man damit umgeht bei der Gauversammlung in Frasdorf

"Der Fähnrich war schon immer der schönste Bursch im Verein, das Ehrenamt eines Fähnrichs ist mit das Höchste, was der Verein zu vergeben hat". Die Delegierten der 23 Vereine des Chiemgau-Alpenverbandes trafen sich in Frasdorf, dabei informierten sie sich über allerlei Interessantes und Wissenswertes zu den Fahnen, über ihre Herkunft und über den richtigen Gebrauch. Heinrich Rehberg erzählte allerlei Wissenwertes über Fähnriche und ihre Ausstattung, über die Fahnen der Trachtenvereine, die Fahnenbänder, das Fahnenzeremoniell und die Fahnenweihen. Das Fahnenzeremoniell der bayerischen Trachtenfahnen basiert auf dem Zeremoniell der königlich bayerischen Armee. Deshalb gibt es hier auch keine ruckartigen, marionettenhaften Bewegungen, wie bei den amerikanischen Streitkräften. Wer amerikanische Fahnenbräuche einführen möchte, der kann auch Halloween feiern, so Rehberg.

Die wenigen Regeln, die es für die Fähnriche gibt sind leicht zu erlernen, die Gauchronik hilft dabei weiter. Ein Auszug ist unter dem Titel "Ein bissel was über Fahnen und Fahnenzeremoniell" unter dem Datum vom 13. Oktober hier eingestellt.

 

 

In der Kirche

• Beim Betreten einer Kirche senkt der Fähnrich die Fahne vor dem Altar und grüßt damit das Allerheiligste. Danach geht die gesamte Fahnenabordnung zu ihrem vorgesehenen Platz, die Fahne wird abgenommen und steht auf dem Boden auf. Betritt der Priester zum Beginn des Gottesdienstes die Kirche, werden die Fahnen zum Gruß des Vertreters des Allerhöchsten aufgenommen, während der heiligen Handlung steht die Fahne abgenommen. Nur noch einmal, zum Evangelium, präsentiert der Fähnrich, bei der Wandlung werden die Fahnen voller Ehrerbietung gesenkt. Stimmen Orgel und Chor das Te deum an werden alle Fahnen aufgenommen und präsentiert.

Totenehrung

• Gilt es einen Toten zu ehren, wird die Fahne dreimal über dem offenen Grab geschwenkt. Die Fahnen-Reverenz bei Begräbnissen und Trauerfeiern hat eine bis ins Mittelalter zurückreichende Tradition. Fahnen werden ausschließlich vor dem Herrgott oder vor einem Toten gesenkt, sonst nicht.

Nationalhymne

• Beim Spielen einer Nationalhymne werden alle Fahnen präsentiert, die Fahnen werden aufgenommen und in den Tragegurt gestellt, die gesamte Fahnenabordnung bewegt sich nicht mehr bis zum Ende des Abspielens der Hymne. Das Verhalten aller Fahnenabordnungen, gleich welcher Vereine, Verbände oder Organisationen in allen Staaten ist dabei immer das Gleiche.

Fahnengruß

• Beim Aufeinandertreffen zweier Fahnen, so beim morgendlichen Eintreffen zum Beginn eines Trachtenfestes oder bei einer Veranstaltung von mehreren Vereinen, bei denen Fahnen mitgeführt werden, werden die Fahnen von beiden Fähnrichen zum Fahnengruß, manchmal auch Fahnenkuß genannt, miteinander gekreuzt, so dass sich die Fahnentücher gegenseitig berühren.

 

 


 


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