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Sonntag, 26. Februar 2017

Ochsenrennen am Faschingssonntag in Rottau

 

Beim achten Ochsenrennen des Rottauer Trachtenvereins wurde den vielen Besuchern vieles geboten: spektakuläre Rennen aber auch Ochsen, bei denen auch gutes Zureden oder eine Extraportion Futter nichts half – sie bewegten sich einfach nicht oder in die verkehrte Richtung. Der Ochse „Bene der Raketenzerstörer“ vom Rennstall Salnerhof gewann mit dem Reiter Martin Gartner überlegen ohne eine kurze Pause im Vor- und Endlauf. Er war so schnell unterwegs, dass der Weiser Franz Mayer nur hinterherlaufen konnte.

Im Homer Obstgarten, in dem im August immer das Mostfest abgehalten wird, trafen sich die sauber geputzten fünfzehn Ochsen mit den schön maskierten Reitern und Weisern. Auch der Schirmherr, Vereinswirt Daniel Praßberger als Andreas Gabalier und das frisch vermählte Faschingshochzeitspaar aus Grassau Wammerl Schoschack mit seiner heißblütigen Brasilianerin Rosita Juanita mit ihrem Gefolge interessierten sich für die Ochsen. In einem Zug angeführt von der Vorständin Lisi Hilger und der farbenfroh maskierten Rottauer Dorfmusi und auf einem alten Bulldog der Schirmherr und das Faschingspaar mit den Ochsen und ihren Teams zum Rennplatz beim Vereinsstadel. Dahinter marschierten Hunderte von Zuschauern.

Es war eine lustige Faschingsgaudi, zu dem die beiden Ansager Miche Mayer und Miche Summerer mit ihren lustigen und humorvollen Kommentaren einen großen Teil beitrugen. Unter den fünfzehn Ochsen waren vier aus umliegenden Ortschaften, nämlich aus Bernau, Übersee, Reit im Winkl und Vachendorf. Der auffälligste und mächtigste war der fünfjährige Pinzgauer-Ochs von Hans Franzenschneider aus Übersee. Ihn begleiteten zwei Fanklubs nach Rottau. Er hatte aber Starallüren – er war nur bereit mit seiner Mutter im Viehwagen nach Rottau zu fahren. Ohne Sattel, die Treiber ohne Stecken, nur mit einem Strick um den Bauch traten die Ochsen zum Rennen an. Alle Mannschaften sagten übereinstimmend aus, dass die Ochsen beim Training eine große Freude daran hatten, auf der Wiese umherspringen zu dürfen. Zwischen den einzelnen Rennen spielte die Dorfmusi auf und die feurige Brasilianerin annimierte die Besucher zur Laola-welle.

Bei den Endläufen überragte „Bene der Raketenzerstörer“, so schnell war noch nie ein Ochse bei einem Rennen in Rottau. Bei der Übergabe des Siegerkranzes zeigte sich der Reiter Gartner sehr überrascht, denn im Training war der Ochs ein ganz sturer Hund und machte überhaupt keine Anstalt zu laufen. Und jetzt rennt er so schnell, dass der Weiser nicht hinterher kam.

Auch die folgenden zwei Ochsen zeigten eine gute Leistung, fast ganz ohne Pausen. Den zweiten Platz belegte der Ochs Sepperl mit Reiter Thomas Wagner und Weiser Franz Hilger junior, gefolgt von Girgl mit dem Reiter Martin Endlicher und dem Weiser Richard Henken. Diese beiden Ochsen stammen aus dem Rennstall Mesnerhof, der in den beiden letzten Rennen die Siegerochsen stellte.

 


 


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