AktuellesGauverbandSachgebieteArchivKontakt
Aktuelles
Sonntag, 28. August 2016

"Den Frieden bewahren für uns und unser Land"

Von: Heinrich Rehberg

65 Jahre Chiemgaukreuz auf der Kampenwand

Das Chiemgaukreuz

Unter den Ehrengästen Landesvorsitzender Max Bertl und die beiden Vorstände vom Chiemgau Alpenverband Miche Huber und Georg Westner

„Das Gedenkkreuz hier hoch über uns auf dem Ostgipfel der Kampenwand ist viel mehr als ein bloßes Gipfelkreuz, mehr als eine reine Höhenmarkierung, es erinnert uns und alle, die täglich darauf schauen an die Bewahrung des Friedens für uns und unser Land“, so Pfarrer i.R. Valentin Tremmel aus Obing, der den Gedenkgottesdienst für die Gefallenen des Chiemgaus an der Kapelle „Maria Königin des Friedens“ auf der Kampenwand zelebrierte, „noch leben ein paar der Männer unter uns, die sich vor 65 Jahren geschunden haben, um das Kreuz, um Sand, Zement und Wasser auf den Gipfel zu bringen. Wast Riepl aus Aindorf ist mit 92 Jahren heute unter uns, Paul Kink aus Aschau, heute über 80 Jahre alt transportierte mit seinen Mulis das Kreuz und viel Material auch den Berg.

Bürgermeister Josef Huber aus Obing und Veteranenvorstand Ernst Hofstetter erinnerten an die Opfer der beiden großen Kriege des letzten Jahrhunderts, die auch nach über 70 langen Friedensjahren in der Bevölkerung stets präsent seien. „Denken wir an unsere Menschen hier aus dem Chiemgau, aber auch an die vielen Menschen der Kriegsgebiete in aller Welt, die bei uns Schutz und Zuflucht suchen“. Die Gemeinde Obing richtete in diesem Jahr die Jubiläumsgedenkveranstaltung zu Füßen des Kampenwandkreuzes aus.

Die Heimkehrer aus den beiden großen Kriegen des 20.Jahrhunderts sahen bei ihrer glücklichen Rückkehr aus Krieg und Gefangenschaft als erstes die vertrauten heimischen Berge wieder; als äußeres Zeichen des Zusammenhaltes und des Erinnerns bauten sie das Gipfelkreuz auf den Ostgipfel der Kampenwand, des markantesten Berges im Chiemgau. Am 26. August 1951 wurde es eingeweiht, seitdem ist der Gedenktag auf den letzten Sonntag im August festgelegt. Das „Chiemgaukreuz“ ist mit zwölf Metern Höhe und 54 Zentnern Gewicht das größte eiserne Gipfelkreuz in den Bayerischen Alpen. Bronzene Gedenktafeln erinnern an die Gefallenen und Vermissten von 58 Gemeinden rund um den Chiemsee aus den beiden Landkreisen Rosenheim und Traunstein.

Zum 65. Mal trafen sich die Veteranen- und Traditionsvereine aus dem Chiemgau zur Gedenkmesse für die gefallenen und vermissten Soldaten der Region. Die Gedenkwallfahrt ist bisher noch niemals ausgefallen und wurde bei jedem Wetter an der Kriegerkapelle „Maria - Königin des Friedens“ durchgeführt: eine strahlende Sonne begrüßte in diesem Jahr die zahllosen Gottesdienstbesucher am Berg. 107 Fahnenabordnungen aus dem gesamten Chiemgau fanden sich an der Kriegerkapelle „Maria - Königin des Friedens“ oberhalb der Steinlingalm ein. Sie erfüllten damit ihre seit über sechs Jahrzehnten selbst gesetzte Kameradenpflicht gegenüber den Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege.

Zahlreiche Ehrengäste, darunter die Europaabgeordnete Maria Noichl, Regierungsvizepräsidentin Maria Els, MdL Klaus Stöttner und weitere aktive und bereits ausgeschiedene Mandatsträger aller Ebenen, sowie zahlreiche Bürgermeister aus dem ganzen Chiemgau, der stellvertretende Vorsitzende der Interessengemeinschaft der Krieger- und Veteranenvereine und Soldatenkameradschaften im Landkreis Rosenheim Sepp Beer, der erste Gauvorstand der Soldatenkameradschaften im Landkreis Traunstein Michael Bernauer, mehrere hohe Offiziere der Bundeswehr aus Südostbayern, der amtierende Vorsitzende des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge im Bezirk Oberbayern Heinrich Rehberg, der Vorsitzende des Bayerischen Trachtenverbands Max Bertl und der Ehrenvorsitzende Otto Dufter, Gauvorstand Miche Huber und sein Stellvertreter Georg Westner vom Chiemgau-Alpenverband sowie die Vorstände der Ortsvereine von Obing waren unter den Gästen.

Gemeinsam legten die beiden Vorsitzenden der Dachverbände der Veteranenvereine aus Rosenheim und Traunstein Sepp Beer und Michael Bernauer zu den Klängen des „Liedes vom guten Kameraden“ einen Kranz zum Gedenken an die Gefallenen des Chiemgaus nieder. Musikalisch wurde der Gedenkgottesdienst von der Blaskapelle Obing und den Aschauer Alphörnern umrahmt. Die Gebirgsschützenkompanie Aschau unter der Führung von Hauptmann Hubert Stein schoss den exakten Ehrensalut.


 


 Startseite  Aktuelles |  Gauverband |  Sachgebiete |  Archiv |  KontaktSeitenanfang 

© Copyright 2016 Chiemgau Alpenverband e.V.

boysvids.org