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Sonntag, 29. Mai 2016

140 Jahre Feuerwehr Wildenwart - die Dorfgemeinschaft lebt

Von: Heinrich Rehberg

Auch der Wildenwarter und der Atzinger Trachtenverein sind mittendrin dabei

„Ein herzliches Vergelt's Gott für unsere Feuerwehr! 140 Jahre freiwillige Feuerwehr Wildenwart bedeutet Schutz über Generationen für unsere Gemeinde und jeden einzelnen Bürger über die Jahre hinweg, Tag und Nacht. Ohne Rücksicht auf die Uhrzeit, Sonn- und Feiertage, und insbesondere mit  Inkaufnahme von gesundheitlichen oder seelischen Risiko durch ihre Einsätze, garantiert die Feuerwehr elementaren Schutz für unsere schöne Gemeinde Wildenwart und auch für die benachbarten Gebiete. Für uns Wildenwarter ist es von essentieller Bedeutung, viele Gemeindemitglieder auch als Feuerwehrler zu wissen“, so Herzogin Elizabeth in Bayern, die Schirmherrin des 140-jährigen Gründungsfestes der Feuerwehr von Wildenwart. „Wenn ein Dorfmitglied, der Nachbar oder man selbst mit dem eigenen Hof in eine akute Notsituation gerät, sind die Männer der Freiwilligen Feuerwehr durch die tiefe Verwurzelung in der eigenen Gemeinde der erste und schnellste Helfer in der Not!“

Die Schirmherrin hatte es mit dem Wetter gut erraten, 30 Fahnen der Ortsvereine und der benachbarten Feuerwehren standen rund um den Feldaltar am Vogeltenn nahe Wildenwart um den Festgottesdienst gemeinsam mit Pfarrer Klaus Hofstetter zu feiern. „Du gehörst dazu“, so Pfarrer Hofstetter in seiner Predigt sei wichtig für alle, nichts sei schlimmer als ausgegrenzt zu werden und nicht zur Gemeinschaft zugelassen zu werden. Diese Gemeinschaft der Feuerwehr, die stets und ständig nach helfenden Händen suche sei geradezu prädestiniert auch Fremde in ihre Reihen aufzunehmen und sie dadurch heimisch werden zu lassen.

Kreisbrandrat Richard Schrank kam mit Kreisbrandinspektor Franz Hochhäuser und brachte mit Sebastian Ruhsamer und Richard Mittermaier auch die ausgeschiedenen Führungsdienstgrade mit nach Wildenwart. „Bad Aibling hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, stets trainiert zu sein, die Ausbildung am Gerät ist niemals abgeschlossen. Er appellierte an alle sich die Zeit fürs Ehrenamt zu nehmen und miteinander zu arbeiten. „Gerade bei den Feuerwehren haben wir im Landkreis eine gesunde Mischung von jung und alt, von Können und Erfahrung, die wir nutzen müssen“.

Bürgermeisterin Marianne Steindlmüller erzählte von der Erschaffung des ersten Feuerwehrmannes am sechsten Schöpfungstag, Gott stattete ihn mit allen guten Eigenschaften aus und schenkte ihm zum Schluss noch die Kameradschaft und ein großes Herz, damit er all das verkraften könne, was im Laufe eines Feuerwehrlebens auf ihn zukommen kann.

Der Festgottesdienst – umrahmt von der Musikkapelle Wildenwart und dem verstärkten Wildenwarter Kirchenchor schloss mit der Bayernhymne und dann zog der Festzug durchs Dorf, vorbei an der Schlosswirtschaft und am Maibaum, vorbei am Feuerwehrhaus und am Festzelt bis zur Christkönigskirche. Schirmherrin Herzogin Elizabeth und Bürgermeisterin Marianne Steindlmüller fuhren mit Bürgermeister Jürgen Seifert in der Festkutsche und darauf folgten die Dorfvereine und die Feuerwehrvereine der Region. Die Wildenwarter und die Umrathshauser führten die alten Spritzen aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg mit und die Atzinger hatten die allererste Drehleiter mit dabei. Auch die Feuerwehr Neukirchen zeigte, dass ihre Spritze noch voll funktionsfähig ist und die Feuerwehrler hielten zur Gaudi der Zuschauer mit dem frischen Nass unter die Zaungäste am Straßenrand.


 


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