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Donnerstag, 31. Dezember 2015

Rauhnacht-Hoagascht in Rottau

 

Beim Rauhnacht-Hoagascht der Rottauer Trachtler am Unschuldigen Kindltag gab es in alt bewährter Weise Wissenswertes, Nachdenkliches und Humorvolles von Miche Huber mit vielen Liedern und Musikstücken, die zum Thema passten. Diese weitum bekannte Volksmusikveranstaltung wurde wieder einmal vom Bayrischen Rundfunk aufgenommen und so können auch diejenigen, die im Messerschmiedsaal keinen Platz mehr fanden, mit allen anderen Interessierten die Aufnahme im Sender Bayern 1 bei BR-Heimat am Freitag, 1. Januar, und Sonntag, 3. Januar, jeweils von 19.05 Uhr bis 19.55 Uhr anhören.

Die vielen Besucher aus nah und fern, die jedes Jahr zu diesem Hoagascht nach Rottau kommen, warteten wieder gespannt auf den Jahresrückblick der ganz eigenen Art und Hubers Privatstatistik. Es gab viel zu lachen. Mit einem verschmitzten Lächeln auf den Lippen wunderte er sich über die Rottauer Trachtler. Für das Gaufest 2018 haben sie auf dem künftigen Festzeltplatz schon massive Erdbewegungen ausgeführt, obwohl das Gaufest erst im kommenden Jahr vergeben wird. Ausführlich ging Huber auf die Zeit der 12 Nächte, die Raunächte, ein. Ein besonderes Augenmerk legte er dabei auf den Perchtntag am 5. Januar und kündigte an, dass nach dem Programm erstmals fünf Perchten Kletzenbrot verteilen werden. Passend zur Hektik der Advents- und Weihnachtszeit tröstete er die Besucher mit dem Ausspruch Karl Valentins „Nach der staaden Zeit werd´s wieder ruhiger“.

Huber hatte bei der Auswahl der Sänger und Musikanten ein gutes Gespür, es waren durchwegs ganz ausgezeichnete Gruppen. Bei der Besetzung der Flintsbacher Saitenbläser mit Geige, Bratsche, Akkordeon, Bassgeige, Gitarre und Klarinette als einzigem Blasinstrument werden wohl manche Besucher gestaunt haben. Mit ihrem feinen und zarten Spiel zauberten sie einen Wohlklang auf die Bühne. Die Kerschbaum Zithermusi mit drei Kerschenstoaner Zithern und Kontragitarre bestachen mit ihrer flotten und exakten Spielweise. Das angekündigte Duo Maier-Riemer wurde zu einem Trio Maier-Riemer-Haslbeck. Langsam und getragen spielte Maier auf dem Akkordeon auf, gefühlvoll ummalt von Gitarre und Bassgeige. Natürlich durften auch Gesangsgruppen nicht fehlen. Die Sagschneider Malan aus Leger bei Lenggries, drei junge Frauen, sangen mit ihren klaren Stimmen feierliche, feine Jodler und passende Lieder wie “De heiligen Dreikönig“. Im Kontrast dazu standen die Rimstinger Sänger, vier gstandne Männer, mit ihren kräftigen Stimmen. Sie fanden großen Anklang mit dem Lied „Tret ma aft ins Neie Jahr“. Die Sagschneider Malan sangen als Abschluss den Andachtsjodler vor und dann stimmten alle ein. Laut wurde es dann noch als die Perchten mit ihren wilden Masken und Glocken am Rücken durch den Saal hüpften und das Kletztenbrot verteilten.

 


 


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