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Sonntag, 24. April 2005

Beim Wirtshausmusizieren erwärmten sich die Herzen der Zuschauer

Von: Gabriele Schweigl

Um den Nachwuchs bei der Volksmusik und im Trachtenverein ist es in Wössen bestens bestellt

Junge Leute spiel`n, singen und tanzen heißt das Motto des Wirtshausmusizierens das die Musikschule Wössen zusammen mit der Kindergruppe vom Trachtenverein unter der Gesamtleitung von Musikschulleiter Otto Dufter jun seit drei Jahren stets im Frühjahr hält.
Die Musikschüler wollen dabei nicht nur zeigen, was sie gelernt haben, sondern auch mit welcher Freude sie musizieren und singen. Die Trachtenkinder zeigen dabei ebenfalls was sie an Tänzen und Plattler gelernt haben und dass sie mit ganzem Herzen beim Trachtenverein sind. Wenn 80 Mitwirkende von Musikschule und Trachtenverein mit soviel Herzblut singen und musizieren und tanzen wie beim Wirtshausmusizieren, dann spiegelt sich vor allem wider welch hoher Stellenwert der Volksmusik im Ort von der Musikschule eingeräumt wird.
Es war musikalisch ein sehr hohes Niveau auf dem sich alle Mitwirkenden prä-sentierten. Beeindruckend war auch die Vielfalt an Gruppen die sich an der Schule gebildet haben. Einen Auftakt nach Maß, im wahrsten Sinne des Wortes setzte die Jugendkapelle mit dem gleichnamigen Titel. Eine Veranstaltung mit einem gehörigem Maß an Können folgte von den vielen Mitwirkenden deren schöne Weisen und bayerischen Lieder und Stückeln jedem Zuhörer das Herz weit öffnete und wieder einmal bewusst machte, wie schön es eigentlich bei uns in unserer Heimat ist. Mit großem Eifer sangen die Kinder im Kinderchor und die Trachtenkinder setzten mit ihren Tänzen und einem Platter von den Buam schöne Akzente im Programm.
Erwähnt werden sollte, dass es mittlerweile auch eine „Trachtenvereinsmusi“ gibt in der Kinder und Jugendliche vom Verein sind. Denn es wurde bei dieser Veranstaltung wieder einmal mehr als deutlich: Volksmusik und Trachtenverein gehören zusammen und dieses „Zusammenspiel“ diese Zusammengehörigkeit wird in Unterwössen gepflegt. Zwar war das Wirtshausmusizieren eigentlich kein richtiges Wirtshausmusizieren, weil es wie Otto Dufter eingangs sagte halt nicht im Wirtshaus, sondern im Pfarrheim stattfand, aber dies hat keineswegs geschadet. Bis auf den letzten Platz war alles voll und sogar draußen im Garten konnten noch einige sitzen und gerade darum war es auch so richtig gemütlich. Die fleißigen Frauen vom Trachtenverein haben hervorragend für das leibliche Wohl gesorgt und umsichtig bedient.
Ein großer Dank an alle Mitwirkenden zum Schluss der fast zweistündigen Veranstaltung wurde von Bürgermeister Hans Haslreiter ausgesprochen. Er lobte nicht nur das hervorragende Programm und zeigte sich stolz darauf, dass es sowohl um den Volksmusik als auch den Trachtennachwuchs im Ort bestens bestellt ist, sondern es war ihm auch ein Anliegen Musikschulleiter Otto Dufter und die Musiklehrer Stefanie Menter, Sigi Meier, Paul Benedikt und Stephan Prandtner Dank zu sagen. „Eure Schüler lernen bei euch nicht nur viel, sagte er – ihn habe es mit Freude und Stolz erfüllt zu hören, was die Schüler können – die Volksmusik hat bei uns einen hohen Stellenwert und gehört zu unserem Dorf und da sei er sich gewiss, wird auch weiterhin gehegt und gepflegt.“ Danke sagen wollte Haslreiter auch dafür, dass der Musikschulleiter und die Lehrer solch eine Veranstaltung die ja eine ganze Menge an Vorbereitung bedürfe in ihrer Freizeit an einem Sonntagvormittag machen. Im Gespräch mit unserer Zeitung ergänzte er: „da merkt man einfach, dass für diese Menschen ihr Beruf nicht einfach ein „Job“ ist, sondern, dass sie das was sie machen mit ganzem Herzen machen“ Ein weiterer Dank galt den engagierten Jugendleitern vom Trachten-verein Birgit Bachmann, Sigi Kurz-Hörterer und ihren Helfern. „Bei euch sind unsere Kinder in guten Händen“ betonte er. Im Gespräch mit unserer Zeitung sagte Haslreiter außerdem mit solch einer gelungenen Veranstaltung habe sich für ihn gezeigt, dass es in Wössen schon ein aktives Dorfleben gibt. Nicht nur, dass so eine Veranstaltung überhaupt möglich ist, sondern weil es Menschen gibt, die ganz einfach – auch wenn kein geeigneter Saal da ist, trotzdem anpacken. Der Pfarrer stellt den Pfarrsaal zur Verfügung und der Trachtenverein, vor allem die Frauen packen an und sorgen für die Bewirtung. Die Musikschüler und die Trachtenkinder sorgen für die Unterhaltung und allen die dabei sind, geht es so richtig gut an so einem Vormittag.


 


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