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Dienstag, 21. Februar 2012

"D'Gamsgebirgler" Schleching - Weiber- und Dirndlkranzl

Von: Reichenbach Barbara

Die "Alle-Vereine-Musi" probt für ernste Anlässe

"Alle-Vereine-Musi" bei der ernsten Probe

Trachtenguru "Lobei" und Vorstand Andrea Hell

"5e hamma" - die gamsigen Wildererbuam

Die Aktiven Dirndln in den Goldenen Zwanzigern

Die Almkia beim 145. Almbauerntag

Wieder zog das „Weiber- und Dirndl-Kranzl“ des Trachtenvereins  „d’Gamsgebirgler“ im Festsaal „Zur Post“ fantasievolle Maschkerer aus nah und fern an. Der Saal mit Remigiusstüberl und später das „Post-Herzl“ waren brechend voll. Zum Tanz spielten die „5e hamma “ als „Original gamsige Wildererbuam“ auf, wobei der Bandleader als besonders echte Gams das beliebte Schlechinger Tema wieder in den Mittelpunkt rückte. Einmal nicht mit „Gretei“ sondern mit Bubikopf und in der mondänen Mode der Goldenen Zwanziger mit Federboa, Stirnband und hautengem Glitzerfummel präsentierten sich die Aktiven Dirndln, entsprechend aalglatt traten ihre männlichen Partner auf.

 

Für die heutige Partyzeit relativ früh zogen Schlag auf Schlag große Gruppen ein. Zum 145. Almbauerntag des Almwirtschaftlichen Vereins Oberbayern - 2011 war der 64. in Schleching - zog Senner Otto, inzwischen hundertjährig (diesmal nicht von ihm selbst sondern vom „Grafn“-Felix dargestellt) mit seine „Almkia“ ein, um eine verspätete Ehrung entgegenzunehmen. Jeweils zwei Bäuerinnen oder der Landwirtschaft Zugeneigte stellten eine „Almkua“ dar. Nach der Demaskierung waren sie mit Ohrmarke und weißbraunem Gewand noch als Fleckvieh zu erkennen. Die zweite große Gruppe erinnerte an ein paar Schwierigkeiten mit dem Maibaum, der am 1. Mai ordnungsgemäß aufgestellt und mit den Figuren versehen wurde. Die Gruppe stellte den Maibaum mit allen Figuren dar, auf die Spitze war die übliche Gams geklettert. Dass der Maibaum nicht stabil genug verankert sei, führte wieder zu Demontage der Figuren, die symbolisch alle auf der Tanzfläche lagen. Schließlich gab es doch eine Lösung, der Maibaum konnte stehen bleiben und die Figuren wurden erneut angebracht. Zum Abschluss schoss ein geistig verwirrter Jäger auf die Gams auf der Maibaumspitze. Die „Almkia“ und der „Maibaum“ kamen bei der Demaskierung gemeinsam auf den ersten Platz der Gruppen.

 

Weiter Aufführungen zeigten fünf teilweise schwergewichtige „Maffiosi“ und eine g‘schlamperte Feuerwehrkapelle. Besonders heiß bis zur Demaskierung hatten es Robert „Sponge Bob“ Schwammkopf und sein bester Freund „Patrick Star“, der rosa Seestern. Wer das ist und dass die beiden in der Unterwasserstadt Bikini wohnen und als Vorliebe Quallenfischen haben, war der schreibenden Faschingshex bis zu dem Abend nicht bekannt. Aufgefallen sind außerdem mit viel Gold und Blau wertvoll gewandete Pharaoninnen, eine große Gruppe geheimnisvoller Zigeunerinnen und viele tolle Paare und Einzelkämpfer.

 

Nach etlichen Tanzrunden und der Demaskierung war die Spannung groß, was sich die Oberen der Trachtler als Aufführung ausgedacht hatten. Zunächst mussten die Zuschauer eine „Hubert-La-Ola-Welle“ proben, mit der dann mehrfach die Musikprobe der „Gebirgs-Kultur-Förderungs-Erhaltungs-Dorfmusi-Almbauern-Musikkapelle-Cantica- Gamsler-Schleching“, kurz „Alle-Vereine-Musi“, unterstützt wurde. Mit von der Partie war der Trachtenguru (Lobei) und der erste weibliche Trachtenvorstand Andrea Hell (diesmal Otto Zaiser) mit viel zu kurzem Röckl  und der halb richtigen grünen Schürze. Es ging um die Probe der passenden Musikstücke für Beerdigungen und öffentliche Auftritte sowie das saubere Marschieren. Wie die ausufernde Probe zeigte, muss hier noch einiger Aufwand betrieben werden.

Inzwischen war es Mitternacht und immer noch war die Tanzfläche brechend voll. Möglicherweise lag es an dem Brauch, dass beim Weiber- und Dirndlkranzl die Damen das Sagen haben und die Mannsbilder nicht zur Ruhe kommen ließen. Einige hatten sich allerdings schon in die Bar abgesetzt. Nachdem die „5e hamma“ zur endgültig letzten Tanzrunde aufgespielt hatten, war dort kein Durchkommen mehr. bre


 


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