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Namenstag:
12. August

Radegunde v.Thüringen
althochdt.: "Rat und Kampf"

12. August Radegunde von Thüringen

Persönliche Daten:

Königin der Franken (* um 522 in Thüringen/ † 587 in Poiters/Frankreich)

Radegunde von Thüringen war 13 Jahre alt, als das Reich ihres Vaters von den Franken erobert wurde.

Radegunde von Thüringen wird um 518⁄520 in Erfurt geboren. Ihr Vater, König Berthachar (Berthar) von Thüringen, wurde im Bruderkampf getötet. Auch die Mutter verstarb früh. Mit ihrem etwa zehn Jahre jüngeren Bruder wuchs Radegunde am Hofe ihres Onkels Hermenefried (Irminfried), auf der Burg Seithungi (Burgscheidungen in Sachsen-Anhalt), auf.
Hermenefried besiegte und tötete seinen Bruder Berthachar und rief dann den merowingischen König Theuderich Ⅰ. gegen seinen Bruder Baderich zu Hilfe. Er versprach ihm dessen halbes Reich. Dieser Verpflichtung kam er jedoch nicht nach und wurde daraufhin 533 bei einem Besuch Theuderichs in Zülpich von der Stadtmauer gestürzt und getötet.

Verantwortungslose Machtpolitik brachte dem Thüringischen Reich den Untergang. Das Land erlag den anstürmenden Franken und Sachsen. Radegunde wurde eine Gefangene des Frankenkönigs Chlothar Ⅰ. Im Alter von 13 Jahren wurden sie und ihr namentlich nicht bekannter Bruder von den Franken nach Neustrien (das Gebiet zwischen Schelde und Loire) auf das königliche Landgut Athies bei Péronne an der Somme verschleppt.

Die furchtbaren Geschehnisse aus dieser Zeit sollte sie nie vergessen. Als Geisel wird Radegunde am Hofe des Frankenkönigs Chlothar erzogen und später, nachdem dessen Hauptfrau und vierte Gattin, Königin Ingunde, vor 540 stirbt, sogar erzwungenermaßen mit ihm verheiratet. Als Chlothar Ⅰ. um 550 Radegundes Bruder ermordet und ihr Gemahl ihr aus dem Schädel des ermordeten Bruders zugetrunken hat, flieht Radegunde vom Königshof, flieht sie nach Noyon, trennt sich von dem Frankenkönig und sucht den Schutz der Kirche. wo sie im Kloster in Poitiers Ruhe und Sicherheit findet. Sie verzichtet auf mögliche Rache und lässt sich von Bischof Medardus, der dem fränkischen Adel entstammte, zur Diakonin weihen. Dies kam einer Scheidung gleich.

Mit Hilfe des ihr auch nach der Trennung weiterhin überlassenen beträchtlichen Vermögens gründete sie in Saix (im Grenzgebiet zwischen Touraine und Poitou) eine freie Gemeinschaft von Frauen und Mädchen zur Pflege Kranker und Notleidender. Die befestigte Anlage wurde vor den Toren Poitiers (im Nordwesten von Frankreich) gebaut und war eine der ersten Klostergründungen. Wer dem Klosterleben beitreten wollte, hatte dies auf Lebenszeit zu tun, musste auf sein Eigentum verzichten und nach strengsten Regeln leben.

Radegunde sorgte für die Verbreitung des Christentums. Sie opferte sich für den christlichen Glauben auf und kämpfte für dessen Stärkung. Sie bemühte sich um vernachlässigte Kinder und Kranke und bat mit unterschiedlichem Erfolg um die Aufhebung von Todesurteilen.

Die unglückliche Königin, die von ihrem Gatten oft grausam misshandelt worden war, starb am 13. August 587. Der Dichter Venantius Fortunatus hat ihr Leben beschrieben.

Wird dargestellt:

Dargestellt wird sie als Äbtissin Krone zu Füßen, zwei Wölfe neben sich, weil ihr auch wilde Tiere gehorchten, Teufel austreibend.

Patron:

Radegunde ist Patronin der Weber und Töpfer; gegen Aussatz, Geschwüre, Krätze, Grind und Fieber bei Kindern; gegen Wassergefahren

 


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