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Namenstag:
07. August

Nantwein
althochdt.: "der tapfere Berater"

7. August Konrad Nantwein

Persönliche Daten:

Pilger, Märtyrer ( † um 1286Wolfratshause, -Ortsteil Nantwein/Bayern)

Auf einer Wallfahrt nach Rom kam der Überlieferung nach Conrad Nantwein nach Wolfratshausen. Der dortige Richter war scharf auf sein Geld und ließ ihn ins Gefängnis, dann ins Feuer werfen.

Nach der Legende kam Konrad Nantvin, ein Pilger aus dem Norden,  1286 durch Wolfratshausen und stieg in der besagten Herberge ab. Er wäre nicht weiter aufgefallen, hätte er neben seinem schlichten Pilgergewand nicht einen prächtigen Schimmel und eine offensichtlich gut gefüllte Geldkatze dabei gehabt.

Schnell erfuhr der Pfleger Ganter von dem Mann mit dem Schimmel, und er versuchte, das Tier durch Tausch oder Geld in seinen Besitz zu bekommen. Nantvin wollte aber nicht.

Nachdem sich der Pilger zur Ruhe gelegt hatte, begab sich die Wirtin durch einen unterirdischen Gang hinauf zur Burg. Ganter überredete sie, die Anklage vorzubringen, dass Nantvin ihren behinderten Sohn verführt hätte.
Noch in der Nacht sperrte man Nantvin im Kerker ein. Geld und Pferd wurden von Ganter eingezogen. Bei der Verhandlung, bei der Ganter zugleich Ankläger und Richter war, sagte die Wirtin gegen Nantvin aus und zeigte als Beweis ein Goldstück, das Nantvin ihrem Sohn aus reinem Mitleid gegeben hatte.

Der habgierige Vogt beeinflusste die Schöffen, keiner glaubte Nantvin, und als Folge wurde er zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt.
Als letzten Wunsch gewährten ihm seine Schergen angeblich, dass der Verurteilte seine Hinrichtungsstätte aussuchen könne.
Zornig schleuderte Nantvin seinen Pilgerstab von der Burg hinunter bis hinüber in das heutige Nantwein.

Von schlechtem Gewissen getrieben, schlich sich die Wirtin in der Nacht vor seinem Tod in seinen Kerker und versprach, ihn zum Herzog zu bringen. Nantvin lehnte ab.

Gefasst und im Büßergewand, wurde er am 7. August 1286 auf einem eisernen Rost an der Richtstätte im Osten der Burg verbrannt.
Nantvins gottergebenes Sterben hinterließ einen tiefen Eindruck bei den Zuschauern und legte die Unschuld des Gerichteten nahe.

Nicht lange danach ritt Ganter über den Richtplatz. Unversehrt lagen da zwischen verkohlten Holzresten noch die Gebeine Nantvins. Augenblicklich erblindete das Pferd des Vogts und bewegte sich nicht mehr von der Stelle. Einer aus dem Gefolge gab den Rat, einen Knochen des Gemarterten dem Pferd vor die Augen zu halten: Plötzlich konnte das Pferd wieder sehen.
Die Kunde verbreitete sich wie ein Lauffeuer, und nachdem auch ein blinder Mann und eine blinde Frau durch Vorhalten der Knochen wieder sehen konnten, war das Wunder Nantvins perfekt.

Am Ort des Martyriums im heutigen Ortsteil Nantwein ereigneten sich bald schon Wunder, Pilger strömten herbei, eine Wallfahrtskirche wurde zu Ehren des Märtyrers erbaut. Nantweins Hirnschale und seine Pilgerflasche werden als Reliquien verehrt.

 


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