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Namenstag:
13. Juli

Kunigunde
althochdt.: "die Kämpferin für die Sippe"

13. Juli Kunigunde

Persönliche Daten:

Deutsche Kaiserin, Nonne (* um 980 in Luxemburg; † 1033 bei Kassel/Hessen)

Die Tochter Graf Siegfrieds I von Luxemburg (gestorben 998) - er zählte zur höchsten politischen Elite des Reichs - und der Hadwig heiratete 998/1000 Herzog Heinrich IV. von Bayern (später Kaiser Heinrich II.) aus der bayerischen Linie der Luidolfinger bzw. Ottonen. Die Ehe blieb kinderlos und wurde von der späteren Legendenbildung als keusche Josephsehe verklärt.

1002 weihte in Paderborn Erzbischof Willigis von Mainz Kunigunde zur Königin; 1014 wurde sie in Rom an der Seite ihres Gemahls zur Kaiserin gekrönt. Salbung und Krönung, die ihr 1002 zuteil wurden, sind bei früheren römisch-deutschen Königinnen nicht nachweisbar. Die sakral-königliche Legitimation des Herrschers galt somit auch für sie.

Für die Ausstattung des Bistums Bamberg musste Kunigunde 1007/1008 ihr sicheres Witwengut zur Verfügung stellen, denn die Stadt Bamberg war ihr eigentlich von ihrem Gemahl als Heiratsgut übertragen worden. Es gibt keinen Hinweis, dass Kunigunde diese fromme Stiftung nicht mitgetragen hätte. Die berühmte Prachthandschrift der „Bamberger Apokalypse““ trug auf ihrem Einband die Inschrift: „Heinrich und Kunigunde bringen dir diese Geschenke dar“ (Henric et Kunigunt haec tibi munera promunt). Umfangreiche Verfügungen Kunigundes über Reichsgut wurden von Heinrichs Nachfolger Kaiser Konrad II teilweise rückgängig gemacht. Hatte der Verzicht Kunigundes zugunsten Bambergs bereits zu Spannungen mit ihrer Familie geführt, so kam es durch die Weigerung Heinrichs, ihrem Bruder Adalbero, Propst von St. Paulin inTrier, das Amt des Trierer Erzbischofs zu übertragen, zu einem offenen Konflikt mit den Brüdern Dietrich II., dem Bischof von Metz, und dem Bayrischen Herzog Heinrich V von Bayern. Der Aufstand der Luxemburger wurde von Heinrich niedergeschlagen.

Während der etwa zweimonatigen Zeit der Thronvakanz nach dem Tod ihres Mannes 1024 führte Kunigunde mit Hilfe ihrer Brüder Dietrich und Heinrich unangefochten die Reichsgeschäfte. Ebenso behielt sie die Reichskleinodien in ihrer Gewalt. Als Zeichen der Legitimation übergab sie diese dem neuen König Konrad II. nach seiner Wahl.

Anschließend trat sie in das von ihr gegründete Kloster Kaufungen ein und starb dort - den zuverlässigsten Zeugnissen zufolge - am 3. März 1033. Ihre erste Grablege fand sie wohl in der dortigen Klosterkirche.

Wird dargestellt:

Ihre Attribute: sind Kirchenmodell, Nonne mit Buch, Witwenschleier, Pflugscharen

Patron:

Patronin des Bistums Bamberg, der schwangeren Frauen und der kranken Kinder ,

Wird angerufen:

Lostag:

Wetterregeln:

"Kunigund / macht warm von unt'."
"Wenn´s zu Kunigunde friert, / sie's noch 40 Nächt' verspürt!"
"Wenn`s donnert an Kunigund, / bleibt das Wetter lange bunt."
"Wenn's donnert zu Kunigund, / treibt's der Winter bunt."
"Lachende Kunigunde / bringt frohe Kunde."

 


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