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Namenstag:
12. Juli

Anderle v.Rinn

Anderle von Rinn

Persönliche Daten:

Märtyrer (* 1459 in Rinn bei Innsbruck/Österreich; 1462 Rinn Österreich

Die Legende erzählt, wie der zweieinhalbjährige Andreas von fremden jüdischen Händlern ermordet wurde, als seine Mutter bei der Feldarbeit weilte. Sie gehört in den Reigen der judenfeindlichen Legenden jener Zeit.

Der antijüdische Anderl-Kult bekam großen Aufschwung durchein Buch des Haller Damenstiftsarztes Ippolito Guarioni, der - angeregt vom Erfolg der Legende des simon von Trient - 1642 den mehr als 150 Jahre zurückliegenden "Märtyrertod" des Tiroler Jungen behauptete; diese "Biografie" wurde Grundlage zahlreicher volkstümlicher Schauspiele.
1893 veröffentlichte der Wiener Geistliche Joseph Deckert das Traktat "Vier Tiroler Kinder, Opfer des chassidischen Fanatismus", mit welchem er die Legende weiter am Leben halten und auch für die modernen Formen des Antisemitismus dienstbar machen wollte.

Andreas' Gebeine wurden 1475 erhoben. 1678 wurde an der Stelle seines angeblichen Martyriums in Rinn eine neue Kirche erbaut. Oft wurde der Kult zu antisemitischen Kundgebungen missbraucht.

 


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