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Namenstag:
25. Februar

Walburga
althochdt.: "die Schutz bietende Walstatt"

25. Februar Walburga

persönliche Daten:

Walburga (Walpurga) * um 710, + 779.

Sie war die Tochter von König Richard von England und die Schwester der Heiligen Willibald und Wunibald.

Ihre Ausbildung erhielt sie wahrscheinlich in Südengland und wurde von ihrem Verwandten, dem hl. Bonifatius zusammen mit Gefährtinnen als Missionshelferinnen nach Germanien berufen. Zuerst wirkte sie in Tauberbischofsheim, von 751/752 an in dem von ihren Brüdern gegründeten Doppelkloster Heidenheim bei Treuchtlingen, dem sie auch als Äbtissin vorstand und das sie zu einem geistigen und religiösen Mittelpunkt ausbaute.

Aus dieser Zeit als Äbtissin werden Wunder berichtet: So weigerte sich dereinst der Türhüter der Kirche, in der Walburga gebetet hatte, ihr auf dem Heimweg das Licht voranzutragen, sie musste hungrig ihr Nachtlager aufsuchen; da erstrahlte auf wunderbare Weise ein helles Licht im gemeinsamen Schlafraum der Nonnen, sichtbar bis zum Morgen im ganzen Kloster. Ein anderes Mal wurde die im Sterben liegende Tochter eines reichen Mannes durch ihr Gebet wieder gesund.

Ihre Gebeine wurden 870 in die nach ihr benannte Klosterkirche St. Walburga in Eichstätt übertragen. Sehr viele Kirchen und Kapellen in Europa und Amerika tragen ihren Namen.

Die sogenannte „Walpurgisnacht“ geht auf germanische Vorstellungen zurück und hat zur hl. Walburga keine Beziehung.

Brauchtum

Walburga wird an vielen verschiedenen Orten verehrt, so tragen eine Vielzahl von Kirchen und Kapellen ihren Namen. Es gibt den Baruch, sogenanntes Walburgis-Öl als Heilmittel in alle Welt zu verschicken. Bei diesem Öl handelt es sich um flüssigen Niederschlag, der auf der Steinplatte der Grabstätte Walburgas in Eichstätt entsteht. Die sogenannte Walpurgisnacht, die Nacht auf den ersten Mai, in der Hexen und andere Zauberwesen ihr Unwesen auf dem Blocksberg treiben sollen, wird manchmal fälschlicherweise mit der heiligen Walburga in Verbindung gebracht.

Von 'Walburga' lassen sich folgende Namen ableiten: Walburgis, Walpurga, Walpurgis, Wally, Walli, Burga, Burgl.

Darstellung:

Darstellung als Äbtissin in schwarzem Ordenskleid mit Stab und Regelbuch, darauf ein Ölfläschchen (weil sich an ihrem Reliquienschrein in Eichstätt ein flüssiger Niederschlag, das sogenannte Walpurgisöl bildete und dem man heilende Kraft zuschrieb), manchmal mit Krone und 3 Ähren.

Patron:

Patronin der Diözese Eichstätt; der Bauern, Landleute, für das Gedeihen der Feldfrüchte, der Haustiere, bei Hundebiß und Tollwut, bei Husten.

Wetterregel:

„Wenn sich Sankt Walburgis zeigt, / der Birkensaft nach oben steigt.”

 


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