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Namenstag:
04. Februar

Veronika
griech.: "die Sieg Bringende"

4. Februar Veronika

persönliche Daten: Veronika. * in Israel
† 70 in Soulac in Frankreich (?)

Seit dem 4. Jahrhundert gibt es im Abendland die Veronika-Legende, die bis ins späte Mittelalter eine reiche Ausstattung erlebte. Als eine der klagenden Frauen hätte sie Jesus auf seinem Kreuzweg ein Schweißtuch gereicht, dass er sich damit das Gesicht trockne. Jesus drückte sein Gesicht darauf, so dass ein Abdruck seines Antlitzes darauf zurück blieb.

Die ältesten deutschen Darstellungen sind Gemälde aus dem 14. Jahrhundert: die Heilige mit dem Schweißtuch auf einem Tafelgemälde von Hermann Wynrich (Alte Pinakothek, München) und das Veronikabild von Meister Wilhelm ( Wallraf-Richartz-Museum, Köln).

Es gibt eine Heilige Veronika und einen Asteroiden mit diesem Namen.

Der Name ist entstanden als latinisierte Form eines mazedonischen Namens 'Beronike', welcher wiederum auf den griechischen Namen 'Pherenike' zurückgeht;

Im Nikodemus-Evangelium (nicht-biblische, apokryphe Evangelienschrift) heißt Veronika noch Beronice. Doch wie kommt es zu diesen unterschiedlichen Namen?
Ein Erklärungsversuch steckt in dieser Interpretation einer weiteren Veronika-Legende:

Beronike wünschte sich, jederzeit ein Bild ihres Herrn mit sich tragen zu können. Deshalb betraute sie eines Tages einen Maler mit der Aufgabe, ein solches Gemälde anzufertigen. Als sie zu dem Atelier des Künstlers unterwegs war, begegnete ihr Christus. Er befragte sie zu dem Ziel ihrer Unternehmung und verlangte daraufhin nach ihrem Tuch. Mit dem Abdruck seines Antlitzes gab er es ihr zurück. Beronike reiste nach Rom, wo sich die Heilkraft des Tuches erwies: Kaiser Tiberius wurde durch den Anblick des göttlichen Bildes gesund.

Beronike gilt damit als Überbringerin des »vera ikon« (deutsch: des wahren Bildes) und es sei diese Botschaft, die sich hinter dem Namen Veronika verbirgt.

Für "Veronika" sind auch folgende Namen gebräuchlich: Ika, Vroneli, Vroni,Veronica, Vera, Véronique, Frauke, Verona, Veruschka, Vero, wamerl, Nika, Vronerl, Noni, vrönchen, Veri, vero, Very, Veve, Vivi, Vrodo,

Brauchtum:

Veronika hatte in den Mysterienspielen des Mittelalters einen festen Platz. Bis heute steht sie mit ihrer Geschichte im Zentrum der sechsten Kreuzwegstation.

Darstellung:

Veronika wird dargestellt als Matrone, in den Händen das ausgebreitete Tuch, auf dem das Antlitz des Herrn abgebildet ist.

Patron:

Patronin der Pfarrhaushälterinnen, Wäscherinnen, Weißnäherinnen, Leinenweber und -händler; bei schweren Verletzungen; gegen Blutfluss; für einen guten Tod.

 


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