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Erntedank

Erntedank
Im Wettersegen, welcher als Ausdruck der Sorge um das tägliche Brot gespendet wird, sehen viele Christen bereits den Beginn des Erntedankfestes. Der Wettersegen wird sonntags am Ende der Heiligen Messe vom Priester gespendet.
Der Zeitraum variiert zwischen Kreuzauffindung am 3. Mai und der Kreuzerhöhung am 14. September, bzw. mancherorts bereits ab dem Hl. Markus, dem 25. April. Bei der Erntedankfeier, die meist in der Kirche, regional
auch als Prozession veranstaltet wird, werden Feldfrüchte, Getreide, Obst und Gartengemüse dekorativ aufgebaut und dargestellt. Dazu kommen natürlich auch andere Erzeugnisse aus der Natur, wie z.B. Mehl, Wein, Honig und Futtermittel wie Heu und Mais.
In vielen Orten gibt es Erntekronen, die aus Getreide, Weinreben oder Heu gebunden sind. Mit diesem Fest zeigt man die Dankbarkeit für den Ertrag aus der Landwirtschaft und den Gärten.
Man erinnert auch daran, dass es nicht allein in den Händen der Menschen liegt, über ausreichend Nahrung zu verfügen. Naturgewalten, Dürre, Not und Hunger, Verschwendung, Raubbau, Nachhaltigkeit und Wertschätzung der Nahrungsmittel sind Schlagworte, die gerade am Erntedankfest eine große Bedeutung haben.
In der röm/kath. Kirche ist das Erntedankfest seit dem 3.Jahrhundert belegt. Da es verschiedene Klimazonen gibt, wurde nie ein einheitlicher Termin festgelegt. Nach der Reformation wurde das Erntedankfest an verschiedenen Tagen gefeiert. Die Tage Bartholomä 24. Aug; Ägidii 1. Sept; Michaeli 29. Sept. oder auch Martini 11. Nov. kamen in Frage. Erst 1972 legte die Bischofskonferenz den 1. Sonntag im Oktober fest. Jedoch nicht für jede Gemeinde verbindlich und auch nicht verpflichtend. Doch in vielen Gemeinden ist dieses Fest des Dankes ein fester Bestandteil im Kirchenjahr geworden. So wird neben der Kräuterweihe am 15.August, Erstlingsfrüchtesegnung, die Eucharistie meist am ersten Oktober Sonntag als Dank für die Frucht der Erde und der menschlichen Arbeit gefeiert.
Ein besonderer Tag im kirchlichen Jahreslauf, den Kinder, Jugend, Aktive, Weiberleid und Mannerleid jederzeit mit der Tracht feiern dürfen und können. Ein Tag, der mit unserem Festtagsgewand belebt und aufgewertet wird, ein Festtag mit hohem Stellenwert.
Möglichkeiten der aktiven Mitgestaltung:
· Mithilfe bei der Dekoration der Kirche sowie die Gestaltung der Messe
· Binden von Erntekrone ( evtl. für Schule, Vereinsheim, Schaufenster usw. )
· Musikalisch Umrahmung
· Kinder basteln gern mit Heu (Kränze, Figuren)
· Herstellen von Brot, Kräuteressig und Öle, Marmeladen usw. für Verkauf oder Geschenke
· Ein schöner Anlass für gemeinsames Essen, Trinken und Hoagascht´n

 

Text: Anja Voit

 


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