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Georg Eisenberger


Gustav Stresemann

Die sogenannte Stresemannhose ist Bestandteil des Cuts. Auch Cutaway genannt weil die Schöße des Gehrocks rundgeschnitten sind.

Ein Tagesanzug der zum Ende des 19.Jahrhunderts in England entstanden ist.

Bis heute trägt man diesen Anzug noch gerne bei Hochzeiten und offiziellen Anlässen.

Gustav Stresemann (Reichskanzler 1927 später Außenminister in der Weimarer Republik) ließ sich den langen, eher unbequemen Gehrock kürzen und gab somit dem Anzug den Namen.

Zu der Zeit gab es auch schon den forstgrünen Anzug.Georg Eisenberger, Ruhpoldinger Reichstagsabgeordneter bis 1932, trug dieses Gewand auch in der Hauptstadt Berlin.

Zu Hochzeiten wurden in den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts fast ausschließlich der schwarze Anzug getragen. Dabei kam wohl auch die gestreifte Hose zum Einsatz.

Bis vor etwa 30 Jahren wurde im Miesbacher Raum ein schwarzer Nadelstreifenanzug bei Trachtenhochzeiten getragen.

Der Stoff dieses Beinkleides war wohl so robust, das er die Jahrzehnte überdauerte.Bis in die 1990er Jahre war die „Stresemann“ die Sonntagshose der älteren Herrschaften.

Vor ca 25 Jahren wurde sie von den Jungen wiederentdeckt.

Bis heute ist sie sehr beliebt  bei Alt und Jung und hat die Bundlederhose fast verdrängt.    

Es ist eine festliche Hose, die es verdient hat , auch bei solchen Anlässen getragen zu werden.

 

Lisbeth Tengler 2016