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Anna Kopp, Tochter des Hutmachers Brunnhuber aus Prien, fertigte 1870 erstmals den „Priener Hut“, aus einer Zusammensetzung aus Elementen des Städtischen Hutes und des alten Inntaler Hutes. Der Priener Hut wurde erstmals in einer Gewerbeausstellung in Berlin 1879 gezeigt.
In Weiterentwicklung entstanden der „Schöne Priener Sonntagshut“, ein Zylinderplüschhut mit schwarzen Samtband und der „Fesche Priener Festtagshut“ mit einem Paar Goldquasten.
1896 wurden diese Exemplare auf der Bayerischen Landes-, Industrie-, Gewerbe- und Kunstausstellung in Nürnberg mit einer Silbermedaille ausgezeichnet.
Um 1905/1910 entwickelt sich aus den beiden Hüten der „Priener Hut“ mit 2 Büschl (4 Goldquasten). Ab 1920 übernahmen die Trachtenvereine den Priener Hut und sicherten damit sein Fortbestehen.

Unser jetziger Priener Hut besteht aus einem 6-7 cm hohen Kumpf und einer 4,5 cm breiten Krempe aus Zylinderplüsch. Der Hutunterrand wird mit einer breiten Goldborte mit aufwendiger Goldstickerei aus Goldfaden, Perlen und Pailletten ausgeziert. Die Hutbänder („Hint-Obi-Bandl“), entweder aus Web- oder Samtbändern, werden rocklang getragen. Sie werden seitlich über die Gretlfrisur gelegt und im Nacken mit einem Haken befestigt.



Priener Hut mit sechs Quasten. Dieser besondere Hut wurde von der Bäuerin Anna Hafendank aus Prien um 1905 getragen



Maschenhut (Sonntagshut)


Quastenhut


Priener Hut mit sechs Quasten


Priener Hut mit vier Goldquasten