AktuellesGauverbandSachgebieteArchivKontakt
Sachgebiete

Mit dem Fest Mariä Lichtmeß am 2. Februar geht nach dem kirchlichen Kalender die Weihnachtszeit zu Ende. Bis Ende 1912 war dieses Fest, an dem die Kirche der Darbringung Jesu durch Maria im Tempel gedenkt, bei uns ein richtiger Feiertag.

Seit dem 10. Jahrhundert begangene Festfeier, dass von Jesus das „Licht zur Erleuchtung der Heiden“ in den Tempel von Jerusalem gebracht wurde, werden auch heute am Lichtmesstag die Kerzen und Wachsstöcke geweiht.

Über die kirchliche Feier hinaus kam diesem Marienfest bis ins 20. Jahrhundert auf dem Land noch eine herausragende weltliche Bedeutung zu: An diesem Tag ging das bäuerliche Arbeitsjahr zu Ende. Um die Tage von Mariä Lichtmeß konnten die Dienstboten oder „Ehhalten“ wie sie sehr bezeichnend früher auch genannt worden sind, weil sie zum Hof und zur Familie gehalten und mit ihrer Arbeit das Ganze zusammengehalten haben, ihre Stellung wechseln, „schlenkeln“.


Der 3. Februar bringt das Namensfest des heiligen Blasius. In der Kirche wird den Gläubigen der Blasiussegen erteilt, der gegen Halskrankheiten schützen soll. Bischof Blasius wurde während der Christenverfolgung in den Kerker geworfen. Dort habe er nach der Legende einem mitgefangen Knaben der an einer Fischgräte zu ersticken drohte, das Leben gerettet. Um 287 erlitt er den Martertod und zählt zu den vierzehn heiligen Nothelfern.

In den letzten Faschingstagen beherrschen die Narren die Szene auf Straßen und Plätzen. In vielen Faschingsbräuchen wird dem Winter der Kampf angesagt, mit viel Lärm will man ihn allerorten vertreiben oder verbrennen.

Herkunft Fasching: Mit der Festlegung des Ostertermins durch das Konzil von Nizaä 325 auf den ersten Sonntag nach dem Frühlingsmond, war die Quadragesima (= 40 Tage) der Fastenzeit bestimmt, die mit dem Aschermittwoch beginnt.

Der Zeitabschnitt vor dieser Fastenzeit erhielt die Bezeichnung „Fastnacht“ – Fasching.

Alle diese Formulierungen beziehen sich auf die Fastenzeit. Die Entstehung des Faschings ist ohne den liturgischen Kalender der katholischen Kirche nicht zu denken. Fasching und Fastenzeit sind unverkennbar im katholischen Welt- u. Menschenbild beheimatet.

Es ist durchaus möglich, dass das vorchristliche Brauchtum des Winteraustreibens, wegen der jahreszeitlichen Nähe, sich mit dem christlichen Brauchtum vermischt hat.

Die Bezeichnung schmutziger Donnerstag, rußiger Freitag, schmalziger Samstag vor dem Faschingssonntag ist abgeleitet, von dem alemannischen „schmotz“ das Fett bedeutet und auf die üppigen Fleischmahlzeiten u. Schmalznudeln im Zechgelage während der Faschingszeit hinweist.

Eine recht eigenartige Geschichte hat die Bezeichnung „Rosenmontag“.

Seit dem 11. Jahrhundert trat der Papst am vierten Fastensonntag - Rosensonntag mit einer vergoldeten Rose in der Hand auf den Balkon des römischen Lateranpalastes, um mit der Rose dem Sinnbild der Passion Jesu auf die Passionszeit und die bald kommende Karwoche aufmerksam zu machen. Seit 1824 traten die Karnevalskomitees in Köln am Montag nach dem Rosensonntag zusammen und nannten sich Rosenmontagsgesellschaften.

Quellennachweis: Wie´s in Bayern der Brauch ist v. Albert Bichler

Kleines Lexikon des Christlichen Brauchtums v. Alfred Läpple

Text: Andreas Windbichler

 


 Startseite  Aktuelles |  Gauverband |  Sachgebiete |  Archiv |  KontaktSeitenanfang 

© Copyright 2016 Chiemgau Alpenverband e.V.

boysvids.org